Das Heilige Kloster Tismana

 

 

 

Das Kloster Tismana ist die älteste monahale Niederlassung   aus der Walahei, die eine sehr wichtige Rolle bei der Erhaltung des orthodoxen Glaubens entlang von mehr als sechshundert Jahren hat. Es stellt ein Monument der Besinnung und  der Ehrung unseres uralten Glaubens dar, es ist  ein Bau von sehr schöner alter Kunst, aber auch einer zur Wehrung Olteniens, einer der großen Vaterlandsliebe.

 

KOMMT NACH TISMANA: Ruhe, wunderschöne Wiesen und fließende Wässer, die von überall entspringen

                        G. Sfetea

 

„... eine Welt der Vorstellungen, der Märchen”

                         Alex. Vlahuta

 

Zum Kloster Tismana gelangt man auf verschiedenen Wegen: von der Donau aus, aus Drobeta Turnu- Severin, durch das Tor des Motru, auf der DN 67 bis nach Apa Neagra und 67D bis Tismana; oder aus Craiova: durch das Tal des Motru, bis Motru auf der DN 67A und 67 bis Targu Jiu oder durch das Tal des Schils, bis Targu Jiu auf der DN 66 und dann auf der 67D bis Tismana, cca 40 km.

Nach Tismana kommend, auf jedem dieser Wege, kann man eine Anzahl von spirituellen Werten dieses Landesteiles  besichtigen.

Auf der Route Drobeta Turnu- Severin – Motru- Apa Neagra- Tismana kann man einige Ortschaften aus Mehedinti, von seltener Schönheit, wie Halinga, Malovat, Corcova, Ciovarnasani, Brosteni, Motru, Glogova, Negoiesti, Apa Neagra sehen. Wenn man von hier vom Wege abweicht, kann man durch Baia de Arama nach Ponoare kommen, einem alten Dorf, in dessen Nähe sich Naturdenkmäler von großer Bedeutung befinden: die Brücke Gottes, die Höhle Ponoarele, der Paß Bulba, die Höhle Bulba und das Naturschutzgebiet des wilden Flieders ( syringa vulgaris). Aus Apa Neagra kann man nach Pades kommen, wo das Denkmäler  von Tudor Vladimirescu und der Proklamation sind, zum Paß Sohodol, der Sohodol-,Frauen- und Toplitzahöhle. Auf dem Weg nach Tismana trifft man die Ortschaften Celei und Isvarna- Zonen mit Kalkar, mit starken Ausbrüchen und vauklusienen Quellen.

Auf dem Weg von Targu Jiu nach Tismana kann man im Ort Barsesti absteigen, in dessen Nähe, gegen Norden, 15 km, resp. 18 km sich die Dörfer Valari und Vaidei befinden, mit besonderen ethnischen Werten im Bereiche der Bildhauerei und  Architektur des Volkes , sowie einer einzigartigen Landschaft: der Wasserfall Vai de ei und der Paß Susita.

Der Ort Arcani ( das alte Arquina) wird als „ das Dorf mit den tausend Mörser zum Klopfen der Stoffes“ bezeichnet, wie es aus den uralten Dokumenten des Sigismund von Ungarn und Iancu von Hunedoara hervorgeht. Heute ist es ein Folklorezentrum mit einem einzigartigen etnographischen Museum.

Runcu- ein anderes erwähnenswerte Folklorezentrum, ein Ort der traditionellen Volksveranstaltungen, Zone mit essbaren Kastanien ( castanea sativa) ist auch das Tor zu den Pässen Runcu und Sohodol.

Pestisani, eine andere Ortschaft, wo sich links der Weg nach Hobita bildet- von hier stammt das Genie Brancusi , der Meister der modernen Bildhauerei, der Autor des Heldenweges in Targu Jiu ( die Runde des Schweigens, die Aleea der Stühle, das Tor der Liebenden, die Endlose Säule), rechts liegt der Ort Brosteni, eine archeologische Stätte, wo man menschliche Siedlungen aus dem mittleren Paleolitik und aus dem Neolitik finden kann.

Wenn man die Gemeinde Tismana durchfährt, kann man an ihrem Rande, in einer herrlichen Umgebung, das Kloster Tismana sehen, als eine mittelalterliche Burg mit Erkern an den Ecken. Es liegt auf einem Berggipfel , dem Berg Starmina, von bewaldeten und steinigen Gipfeln umgeben, neben dem dunklen Eingang zur Höhle des Heiligen Nicodim, unter dessen Mauern ein Gewässer entspringt, der wie ein Wasserfall, cca 40 m tief in den Fluss Tismana fließt.

Die Umgebung dieser jahrhundertjährigen Erinnerung gibt einem ein Gefühl von innerer, unverkennbarer Freude, das uns zu den Anmeerkungen von Alexandru Vlahuta in “ Malerisches Rumänien” führt: ...Bei einer Wegbiegung breiten sich die Äste aus, ein Fenster öffnet sich in der grünen Wand, aus dem Hintergrund erscheint, über den Wipfeln der Wälder, ein hoher, gelber Turm. Kaum hat man ihn gesehen durch das Geäste, und schon schließt er sich wieder. Von dort hört man immer lauter, immer näher, ein Geräusch, wie das einer Mühle, dann ein Laut, wie der eines Wassers, dass auf Stein fällt. Plötzlich, wie auf ein Zeichen, macht sich der Vorhang der Bäume auf, oben, auf dem Gipfle eines wilden berges, erscheint in seiner phantastischen  Schönheit das Kloster Tismana, mit seinen Mauern, seinen hohen Türmen, wie die eines Schlosses aus alten Zeiten...das Wasser zerteilt sich in grauen Schaum , der dann schnell in die Wellen  derTismana aufgenommen wird...

In die  alte Burg des Klosters Tismana  konnte man nur durch die Westseite einkehren, die anderen Seiten waren von Natur aus begrenzt mit ziemlich hohen, undurchdringlichen Schluchten. Rund herum war es von dicken Steinmauern umgeben. Jedesmal , wenn die Burg angegriffen war, wurde die Eingangsmauer zerstört.

Der berühmte Reisende Paul von Alep, zusammen mit dem Patriarch Macarie von Antiochien besuchten das Koster Tismana im Juli 1657 und erwähnt in seinem Buch, das in arabischer Sprache geschrieben war: ... wirklich, es hat keinen Vergleich, weder in diesem Land, noch in einem anderen, durch die Schönheit des Ortes und der Lage, durch die Vielzahl der Wässer und der Festung, die es hat, Hilfe erhaltend auch von den umgebenden Mauern``

Der große Wissenschaftler  unseres Volkes, Nicolae Iorga, der vier Jahre lang das Land kreuz und quer durchwanderte ( 1902 – 1906) schreibt über das Kloster Tismana, in `` Dörfer und Klöster``, von der Schönheit und der Weite der umschließenden Wälder beeindruckt: ...`` es ist mehr als alle anderen unserer  Klöster in rießigen Wäldern untergetaucht’’ und ....’’ es kam dieser serbische Mönch, um nach den gut geregelten Normen des Klosters Athos das mönchkiche Leben der Rumänen zu gründen... und so...erbaute er, in diesem  Himmelswinkel, wo der Sommer hell und der Winter sehr milde ist, das erste große Kloster auf rumänischem Boden, das erste in Stein gehauen: Tismana.’’

Wenn man das Tor des Klosters betritt ist man von Respekt und Bewunderung für den uralten Ruhm unserer Vorgänger umgeben. Die Seele ist einem voll von geschichtlichen Erinnerungen und man geht  mit lebendiger Emotion auf dem Boden, den mehr als sechs Jahrhunderte unsere Vorfahren betreten haben: der heilige Nicodim, die Vojevoden, Herrscherinnen, hohe kirchliche Persönlichkeiten, geistliche Väter, Bojaren, der König des Groß Rumäniens, Schriftsteller, Geschichtsforscher, und Millionen Gläubiger, die ihre Knien auf dieser alten Stelle gebeugt haben, ein Monument der superlativen Ehrung des Glaubens und des Patriotismus unserer Vorgänger, auch als verstecktes Herz Olteniens bezeichnet. Mit so vielen geistigen und turistischen Stellen bereichert, füllt man sein Herz mit Gnade  und es entsteht in uns das Gefühl, dass wir einer langen Kette von altrumänischem, unendlichem und ewigem Pilgertum angehören.

 

Seht  das älteste und schönste aller Kloster gegenüber vom Olt

                                        Grigore Alexandrescu

 

... herrliches Nest des Geschlechtes der  Basaraber...

                              George Cosbuc

 

Das Kloster Tismana war ein befestigter, aus den ältesten Zeiten zur Wehrung stammender Bau. Das Alter des Klosters wurde urkundlich durch ein Schreiben vom 3. Oktober 1385 erwähnt, durch das der Herrscher Dan I Basarab die Oberherrschaft des Klosters über mehrere Dörfer , darunter auch Tismana , bestätigt. Die Bewohner Timanas waren enthoben von der Zahlung des ‚ Steuers, anderer Abgaben, wie Esswaren während des ganzen Jahres, vom Haidukendienst, Militärdienst, weil das Dorf Tismana enthoben war schon vor der Zeit des Radu Voda.``, deshalb, weil diese Beschützerdienst für das Kloster machen mussten.

Die strategische Lage des Klosters, sowie eine Anzahl von alten Dokumenten, die das bezeugen, berechtigen uns, Tismana als Stadt, Richtstuhl, Sitz der Bans vom Schil , Burg und Markt zu nennen.

Am 10. Juli 1464 wird in einem alten Dokument der Sitz eines , der Ban von Tismana`erwähnt, in einem anderen Dokument, vom 15. Juli 1493, erwähnt der Herrscher Vlad Calugarul , dass die Herrscher Radu  Vojevod der  Schöne die Dörfer Pocruia und Godinesti ,, unter die Herrschaft des Klosters Tismana unter die Burg`` vergeben hat. Der Herrscher Mihnea Voda verzeichnet in einem Dokument vom 9. Juni 1590 folgendes,, auch meine Hochheit hat erkannt, dass das Heilige Kloster Tismana das älteste Kloster aus dem, von mir regierten Land ist ..``, der berühmte Reisende Paul von Alep beschreibt im Jahre 1657 ,, die Burg Tismana`’.  Die Burg Tismana war in zwei geteilt: ein Teil ,,Ligaceasca’`in ein Teil ,, roseasca``. Der eine erinnert an ,, legatus``- römischer Guvernateur, der andere an lokale Verteidiger, die militärisch organisiert waren und ,, Rote`’ genannt wurden, nach der Farbe der Kleider ihrer Kommandanten.

Im Jahre 1970 begann man im Kloster Tismana eine Serie von archeologischen Arbeiten , in mehreren Etappen, das wichtigste Ergebnis war, das Entdecken, cca 4 m gegen Norden der lateralen Abside, der großen Kirche, einer Grundmauer des Kultraumes, in Dreifingerform, die aus Flussteinen und römischen emaillierten Steinen, in einer Tiefe von 1,4 m gebaut war.

Der Pfarrer Dumitru Balasa schreibt in einem der Bücher Seiner Heiligkeit öber das Kloster Tismana: ,,...die Grabungen im Nordosten der großen Kirche brachten die Grundmauern einer noch älteren Kirche und die einiger zum Vorschein, die vor denen vom Heiligen Nicodim gebaut wurden. Die römischen  Steine, emailliert oder nicht , die man im Bereich der beiden Kirchen und deren Anexen gefunden hat, sind Zeugen einer Burg oder einer alten dako- römischen Festung, die sich auf dem jetzigen Platz oder in dessen Nähe befand. ``

Das geto- dakische Toponym ,, tismena`` bedeutet ,, Burg, Festung mit Wehrmauern``.

Das Kloster Tismana, reicher Schatz der Geschichte, der Kunst und des Heiligsein, erschien auf dem Boden unseres Landes fast in derselben Zeit mit der Gründung der Rumänischen Provinzen. Es ist ein Bau der ersten rumänischen Herrscher des Geschlechtes der Basaraber , nach der Anweisung und Anstrengung des Heiligen Nicodim. Indem sie die Gefahr des katholischen und mahomedanischen  Prozelitismus erkannten, beschlossen sie, die Grenzen zu stärken, durch den Bau von Klöstern als kulturelle- orthodoxe Zentren, wo man die Flamme der Erhebung gegen die Unterdrücker ständig aufrecht erhalten konnte.

Der heilige Nicodim, mit seinen Mönchen und de materilellen Hilfe des Herrschers Radu Negru Voda ( 1377-1383) hat die große Kirche des Klosters Timana erstellt, die am 15. August 1377 gesegnet wurde, mit dem Feiertag `` Einschlafen der Mutter Gottes``. Diese Tat ist von einer Urkunde, auf einem Pergament stehend, in der Sprache jener Zeit, bestätigt.  `` die Kirche wurde im Jahre 6886, dh 1377 eingesegnet``

Als Radu I Basarab  ( Negru Voda) starb, wird das Kloster von seinen Söhnen Dan I Basarab  ( 1384-1386) und Mircea der Alte ( 1387-1418)  fertig gestellt.

Im Gebetbuch von Dan I aus dem jahre 1385 wird verzeichnet: `` weil ich, der an Gott glaubende Dan Vojevod , mit Gottes Hilfe  Herrscher des ganzen Rumänischen Land, am Angang meines Herrschens, mir von Gott geschenkt, habe im Lande meiner Hochheit, im Ort namens Tismana, ein nicht fertiggestelltes Kloster gefunden, das von meinem gläubigen Vater Vojevod Radu von den Grundmauern aus begonnen wurde,  da sich dessen Leben aber verkürzte, konnte er es nicht beenden; Deshalb hat meine Hochheit, so wie ich ihm als Herrscher folgte, so will ich auch sein Nachfolger in dieser  Tat sein, um das Andenken meines Vaters zu ehren und die Rettung seiner Seele zu unterstützen, indem ich den Bau beende und den Feiertag der Heiligen Mutter Gottes und ewigen Jungfrau mit Gaben und Einkommen zu festigen...’’

Der Herrscher Mircea der Alte  zeigt in einem Dokument  vom 27. Juli 1387, dass das Kloster Tismana von Grund auf von sseinem Vater Radu Voda erbaut wurde, dass sein Bruder Dan Voda es mit vielem befestigt hat, und dass er, neben den Gaben und Einkommen, die er dem Kloster gibt, alle vorherigen Taten bekräftet, `` ddie unfertigen fertif machend’’.

B.P. Hasdeu sagt in seinem Werk `` Negru Voda``, dass `` der Heilige Nicodim die rechte Hand  von Vladislav Voda und von Radu Negru Voda war, was die kirchliche Organisation betrifft.’’

Im Kloster Tismana befinden sich die ältesten Dokumente, beginnend mit dem XIV-ten Jahrhundert, von großer Bedeutung, die sicheren  Grundstein zur rumänischen Historiographie gelegt haben, sowohl für deren Anfänge, als auch für die Reihe der Herrscher. Hier war die erste Schule des Landes der gelehrten Mönche, aus deren Reihen man die späteren Bischöfe und Mitropolithen  für die herrschaftlichen- und Bojarenkanzleien wählte; hier bildete man die Kaligraphen und Übersetzer der Bücher und Manuskripten aus, die Schule war nach dem Modell deren vom Heiligen Berg Athos gegründet. Die Lehrlinge des Heiligen Nicodim, Pimen und Silvan  haben dann das Buch in den Rumänischen Ländern, der Moldau- im Kloster Neamtu und in Transilvanien verbreitet.

 

DAS  HERRSCHERGESCHLECHT DER BASARABER des RUMÄNISCHEN LANDES

 

 

 

DER HEILIGE NICODIM aus TISMANA

 

`` ein Heiliger der Arbeit , der Organisation und  der  kulturellen Wohltätigkeit``

                                                                       Nicolae Iorga

 

Der Geheiligte Fromme Nicodim aus Tismana wurde im Jahre 1310 in der Burg Prilep, im Süden der Donau geboren; aus walachischem Geschlecht, war er von der Seite der Mutter aus mit den Herrschern Basarab und dem Kneaz Lazar von Serbien verwandt.

Der serbische Akademiker Rodojicic schrieb von ihm im Jahre 1966, prezisierend, dass ``Nicodim und Kneaz Lazar, sein Verwandte, Walachen aus Prilepac waren; er stammte aus den alten Einwohner des dako-römischen Territoriums, vom Süden der Donau, worüber  die Wandervölker zogen.’’

Mit 16 Jahren verließ der Fromme Nicodim heimlich sein Elternhaus und ging zum Berg Athos, dann ließ  er sich  im Kloster Hilander nieder. Wegen seinem Fleiß, seiner Inteligenz und seinen Eigenschaften eignete er sich sehr schnell die Lehren von hier an, die slavonische und griechische Sprache und bildete sich in athonischen Künsten aus: Kaligraphie, Malerei, Silberarbeiten, Architektur, Maurerei, Holzarbeiten, usw. Er wurde Egumen im Koster Hilander, dann Protos über die Kloster des Heiligen Berges.

Zu uns ins Land kam der Heilige Nicodim durch die Entdeckung Gottes, im Jahre 1366, in seinen besten Schaffensjahren und voll mit der Gnade  Gottes . Durch Kraft und Wort hat er die rumänische Geistigkeit bereichert: seine Tätigkeit, von mehr als vier Jahrzehnten auf rumänischem Boden haben seinen walachischen Ursprung bewiesen.

Mit seinen Mönchen aus Athos, errichtet dieser Meister Manole des XIV-ten Jahrhunderts die Klöster Vratna und Manastirita ( in Serbien), Vodita, Gura Motrului, Visins, Aninoasa, Topolnita, Tismana ( in der Walahei), Prislop ( in Transilvanien), auch noch zwei Dorfkirchen in Mehedinti: Cosustea und Jidostita.

Der Heilige Nicoldim kommt nicht mit dem Isihasmus in unser Land, den es gab genug Höhlen mit Einsiedlern in unseren Bergen. Er kommt mit der isihasten Bewegung im Monahismus mit dem Klosterleben, mit den  Bedingungen vom Heiligen Berg Athos. Die Lehrlinge des Heiligen Nicodim gingen dann nach Muntenien, der Moldau und nach Transilvanien, wo sie diese monachalen Regeln ihres geistigen Vaters verbreiteten.

Dem Heiligen Nicodim wurde anvertraut, für Serbien , in Konstantinopol, im Jahre 1375 zu vermitteln, um die Anathema aufzuheben, wegen dem Konflikt zwischen diesen Kirchen, aus dem Jahre 1346. Der Patriharch Filotei von Konstantinopol hat den Heiligen Nicodim sehr verehrt, hat ihm seine Krücke geschenkt, drei Teile der Heiligen Gebeine und machte ihn zum Archimandrit, so dass das Kloster Tismana das `` große Kloster `` und die erste Archimandrie des Landes wurde.

Im Kloster Tismana gründete der Heilige Nicodim die berühmte Schule für Kaligraphen und Kopisten für kirchliche Bücher, in verschiedenen Sprachen, die erste dieser Schule im Land. Er selbst hat ein Tetraevanghelium übersetzt , auf Pergament in slavonischer Sprache, den er im Jahre 1405 beendete, dann mit goldversilbertem , wunderbar verarbeitetem Umschlag versah, der ein Meisterwerk der Epoche darstellt. Es ist das älteste Buch aus der Walachei, mit dem ältesten Umschlag und befindet sich im Nationalen Kunstmuseum aus Bukarest. Auf dem letzten Blatt steht folgendes: `` diese Evanghelie ist vom Pfarrer Nicodim aus dem Ungarischen Land  , im Jahre 6 seiner  Verbannung , im Jahr der Erschaffung der Welt 6913 (1405) geschrieben worden.``

 

Die Umschläge des slavonischen Evangheliars, von der Hand des Heiligen Nicodim aus Tismana geschrieben, gebunden in Gold und Silber im Jahre 1405.

 

Nicolae Iorga bringt warme Worte der Schätzung der Monarchie Tismana auf``...auch der Fremde...der dort eindrang, wo man malte und schrieb, und den warmen Blick von Nicodim und seiner Schüler gesehen hätte, wäre tief beeindruckt davongegangen, sowohl vom Charakter des Heiligtums . als auch vom kulturellen Charakter der beschöftigungen der Mönche.’’

Er war für das Kloster Tismana nicht nur Erbauer mit dem gedanken, mit seinem Glauben und Wille, sondern auch einer mit den eigenen Händen. Die Hand, die diesen Tetraevanghel so elegant und ernst schönschreiben konnte, hat auch die Kelle meisterhaft gehandhabt . Die Hände, die viele Hektare mit essbaren Kastanien bepflanzt haben, die Wasserkanäle im Bistretgebiet errichteten, um Fische zu fangen, die dieses rießige Faß mit einer Kapazität von 36.000 Oka, aus Tisa Holz machten, das von Paul von Alep 1657 gesehen und von den Türken später verbrannt wurde, Hände , die Weinreben pflanzten, Hände , die unser unterdrückte Volk segneten, vom Herrscher bis zum Knecht, dieselben Hände sprechen uns jetzt aus der Ikone, die rechte, die uns segnet und die linke, die die Kirche des Klosters Tismana, die er uns geschenkt hat, hält.

Im Volk wurde der Fromme Nicodim noch in Lebzeiten als Heiliger betrachtet; mit seiner Gnade, Milde und Weisheit hat er die Menschen angezogen, mit seiner Frommheit hat er die Demonen verjagt.

Das Kloster Tismana , eines der ältesten und größten herrschaftlichen Errichtungen, war schon von Anfang an mit 4 Dörfern, Seen, Nußgärten, usw versehen, die kirchlichen Domänen erfreuten sich der Imunität, die der Herrscher vergab. Bei jedem Herrscherwechsel , bekam das Kloster eine neue Bestätigung seiner Herrschaft, sowie die seiner Imunität.

Auf dem Gebiet des Klosters, das aus 31 Dörfern ( dazu 10 in Serbien) bestand, war er auch der Richter in den verschiedenen laischen und kirchlichen Angelegenheiten, ``nach dem Gesetzbuch``.

Im Jahre 1406 versuchte Mircea der Alte eine Allianz mit dem österreich-ungarischen König Sigismund von Luxemburg, umd die türkische Gefahr abzuweichen; diese Begegnung fand im Kloster Tismana statt, in Anwesenheit des Frommen Nicodim, als man einen Kampfplan gegen das otomanische Reich entwarf.

Der Fromme Nicodim ging am 26. Dezember 1406 , im Alter von 96 Jahren ins Ewige und wurde im Grab am Eingang der Kirche , das er sich  selbst vorher schuf,  begraben. Nach sieben Jahren hat man ihn ausgegraben und aus seinem nichtverwesten Leib entsprang heiliges Salböl und man brachte ihn in die Kirche.

Die älteste Erzählung aus dem Leben des Frommen Nicodim , in Kurzform, brachte uns Paul von Alep in seinem Buch `` Reisebeschreibungen`` ( 1657). Die Mönche von Tismana ließen uns einen figurativen Beweis , was den Erbauer ihres Klosters angeht: den  silbernen Sarg , die die heiligen  Gebeine ( den Finger des Heiligen Nicodim und die anderen drei, als Gabe vom Patriarhat Konstantinopol bekommen) beherbergen. Sie wurden dem Kloster Tismana im Jahre 1671 vom Hierodiakon Nicodim und dem Egumen Petronie geschenkt; die heilige zeigt mehrere Episoden aus dem Leben des Heiligen: eine der Szenen stellt den Heiligen mit seinem Bau vor der Mutter Gottes dar, die anderen zeigen seine Geburt, Taufe,  Hirotonie, die Lehrjahre und das `` durchs Feuer gehen’’in Anwesenheit des Matijas von Ungern.

Im Jahre 1767 erscheint in der Druckerei von Ramnic eine Ehrenbiographie des Heiligen Nicodim ,`` Aussergewöhnliche Messe`` des Frommen Nicodim, gedruckt zur Zeit des Alexandru Scarlat Ghica, mit Hilfe und auf Spesen des Bischofs Partenie aus Ramnic.

Der Hieromonah Stefan  veröffentlicht im Jahre 1839 eine breitere Biographie des Heiligen Nicodim, sich auf mündliche Nachrichten stützend, auf Dokumentarquellen, Folkloreelemente. Er hat aber viele Übertreibungen, was die Verherrlichung des Heiligen Nicodim betrifft und auch einige historische Ungenauigkeiten, die großen Nachteil der Geschichte dieses Klosters einbrachten.

B.P. Hasdeu schreibt über``... Nicodim,, den der anonyme Autor der Bulgarischen Geschichte unter den Heiligen als der 16. darstellte und ihn Prilepianul oder Quelle des Salböls  nannte. ``

Im Jahre 1955 verbreitete die Rumänische Orthodoxe Kirche den Kult des Heiligen Nicodim aus Tismana, am 26. Dezember, zur Zeit des Mitropolithen Firmilian. Die Geschichte brauchte fast sechshundert Jahre , bis man ihn als Heiligen der Orthodoxie anerkannte, in der Zeit, als die Volkstradition ihn als Heiligen schon zu Lebenszeit ehrte.

 

Das Wappen der Mitropolie  Olteniens

 

Der Sinaxar des Heiligen Nicodim sagt´´´...auch sein Grab steht zum Gedenken bis zum heutigen Tage.`` Der Grabstein stammt aus dem Jahre 1844, die vorherigen wurden von den Türken und Österreicher zerstört, bei der Schatzsuche. Rund um den Stein steht aus dem Condac der Messe des Heiligen `` Als denjenigen, mit dem wir zusammen streben, als einen älteren Vater, ehren wir alle, die Gläubigen dich., Heiliger Nicodim, die du uns mit deinen Gebeten bewachen sollst, immer von Nöten beschützt, wie ein gläubiger Vater’’, in der Mitte ist ein breiter Text, voll Gefühl und Erfurcht:’’auf diesem Platz wurde der Körper unseres heiligen, sehr demütigen Vater, Nicodim ( Imandrit) begraben, der diesen heiligen und himmlischen Ort von Grund aus gebaut hat, durch Fleiß und mit Hilfe der Gläubiger Radu Vojevod Negru und seiner Söhne Dan Vojevod und Mircea Vojevod. Und auch noch viele Wunder  hat er dieser Heilige getan, seine Gebeine sind mit heiligen Kräften ausgestattet, sie wurden aus dem Grab genommmen und in einem Sarg in der Kirche aufgebahrt. Nach vielen Jahren, in denen schwere Kämpfe waren, haben die Geistlichen des Klosters die Gebeine  des Heiligen versteckt, nur sie wissen wohin. Man sagt jetzt, sie wären  in Slavonien, in der Kirche auf dem Schwarzen Berg, heir blieben von dem Heiligen nur ein Finger  von der Hand, und andere Kleidungsstücke, zur Verehrung der Gottliebenden Glüubiger, die auch jetzt noch im Heiligen Kloster sind, und viele Kranke heilen. Damit man davon weiss, hat man dieses geschrieben, in der Egumenie des Arhimandriten Spiridon, unter Herrschaft des Prinzen George D. Bibescu Vojevod, der Mitropolith der ganzen Ungarvalachei war, der Heilige d.d. Neofit 1843 Juni 7.``

Jetzt bewacht eine brennende Ampel Tag und Nacht diesen Platz , wo die Gebeine des Heiligen Nicodim ruhen. Die Gebeine in der Nähe des Klosters warten, entdeckt zu werden, an den von Jahrhunderten versteckten Plätzen.

Er war der Wiederorganisator des rumänischen Monachismus und hat die Verbindungen mit der Orthodoxie im Süden der Donau aufrecht erhalten, ins besondere mit dem Berg Athos. Der Heilige Berg wird Schule für den ganzen orthodoxen Monachism , und dies dank dder Hilfe und Unterstützung der Kaiser, Zaren, Vojevoden, usw.

Die Tätigkeit des Heiligen Nicodim im Südosten Europas , insbesondere in unserem Land, ändert radikal die Schlußfolgerung, was die sogenannten Einflüsse von außen betrifft. Die alte rumänische Kultur, in slavonischer( heiliger ) Sprache ist ein Produkt des rumänischen ethischen Elements auf dem gebiet des alten Daziens. Von Zeit zu Zeit gab es auch reziproke Austausche mit anderen Kulturen.

Auis dem Leben und Tätigkeit des Heiligen Nicodim geht hervor, dass er Poliglot, Miniaturist, Architekt, Kaligraph, Baumeister, Diplomat, Redner war. Was die theologischen Probleme angeht, hatte er eine reiche Korrespondenz mit Eftimie der Pathriarch von Tarnova, davon wurden die Antworten des Pathriarchen bewahrt, in denen er seinem walachischen Zusammenarbeiter rät, sich zu schützen, aber auch sein Land, vor der Erezie der Bogomiler. Der Heilige Nicodim bleibt für die Nachfolger ein Schützer der Othodoxie und der Vorfahren auf diesen Gebieten.

Von der Entstehung des ersten Klosters aus Stein in der Walahei, das des Heiligen Nicodim,Vodita, und bis ans Ende des XIV-ten Jahrhunderts , gab es im ganzen Land über 20 Kloster aus Stein, diese hatten große Gaben von Herrschern, Bojaren und Gläubigern erhalten, was auch in den Schriften jener Zeit verzeichnet ist. Man sagte,  dass diese Blüte des Monarhismus auch dem Heiligen Nicodim und seinen Schülern zu verdanken ist.

Die Mönche, die Nachfolger des Heiligen Nicodim haben die wahre Geschichte des Klosters Tismana geschrieben, die unsichtbare, die mit Tränen und Nöten, nur ihnen bekannte Geschichte.

 

...’’ Gott hat mich zu diesem, oben genannten Kloster geführt

       dort habe ich schöne, wunderschöne Plätze gesehen

       und wie, mit Gottes Hilfe, der Heilige Nicodim diese Kirche

       an dieser schönen Stelle errichtet hat, die bis heute steht

       zu Ehren des Herrn Gottes Jesus Christus

       und für den Heiligen Nicodim.``

                            Dobromir Spataru, 13. Februar 1599

 

Die große Kirche des Klosters Tismana, mit dem Fest `` Einschlafen Mutter Gottes`` ist der Bau des Heiligen Nicodim und  von Radu I Vojevod, der vor der Beendung des Baues verstorben ist, das Kloster wurde von dessen Söhnen Dan I und Mircea dem Alten beendet.

Die Kirche, die direkt  auf den Felsen erbaut wurde, von Gegengewichten und Vorhallen, die das Pronaos und einen Teil des Naos umgeben, gestützt, sowie der Verputz von 3 cm, von seltener Härte, gaben der Kirche Resistenz und Stütze. Sie ist im byzantinischen Stil gebaut, im Plan triconc, mit drei Türmen auf dem Naos, Pronaos und der Vorhalle.Die Vorhalle hatte je ein Zimmer, im Norden und Süden geschlossen, mit schmalen, gezackten Fenstern , das uns zeigt , wir haben es hier mit einem ziemlich komplizierten Plan zu tun, den man nicht mehr in der Walachei treffen konnte.

 

Der Plan des Klosters Tismana, gebaut vom Heiligen Nicodim

 

Die Einfachheit der Formen des Paramentees, besonders am Altar, zeigt uns, dass das Fundamant `` ohne Ansprüche an dekorative Elemente ´` ist.Am Anfang war die Kirche in einer einzigen Farbe gemalt , ockergelb, mit geometrischen und floralen Figuren, die sich, bis die Wände trockneten, stabilisierten.

Nach dem Unheil im Jahre 1488 , der Verfolgung der Türken und Tataren mit Ungarn und Deutschen wurde die Kirche teilweise restauriert und unter Neagoe Basarab (+ 1521) und Herrin Despina mit Blei abgedeckt.

Die Einrahmungen und Türen wurden im Jahre 1541 neu gemacht, vom Herrscher Radu Paisie, dem Schwiegersohn von Neagoe Basarab, nun haben sie florale Ornamente, die sich wiederholten und eine Inskription in slavonischer Sprache: `` Diese drei Türen wurden zur Zeit des Egumenen Vasilie gemacht, als der fromme Radu I Vojevod ( Radu Paisie) und sein Sohn Marcu ( Mircea) Vojevod, im Jahre 7050 ( 1541), September 14. regierten.’’

Die zweite Inskription, an der Einrahmung der Tür am Eingang der Kirche enthält den Tropar des Einschlafens der Mutter Gottes; der anonyme Steinhauer zeigt sich als vollkommener Künstler, sein Werk blieb als eine der schönsten Inskriptionen dieser Art.

Die Kirche blieb policrom ungemalt bis in die Jahre 1563-1564, als Nedelcu Balaceanu, der grosse Vornic`` der erste Bojar im Rat des Landes, der den Auftrag des Leitens hatte, den des Richters am Herrscherhof und im ganzen Land``, Dobromir von Targoviste brachte, der sie mit Malerei verzierte. Als Beweis bewahrt man im Naos , oberhalb der Tür, eine Pisanie, von Feder geschrieben, in rumänischer Sprache mit kirylischen Buchstaben, die eine Umschreibung des originellen Pisanie ( 1564) , die vorher dort war, ist :

...`` Im Namen des Vaters und des Sohnes und mit Hilfe des Heiligen Geistes, Amen! Aber ich, der Sklave des Herrn Jesus Christus, ich Radu Vojevod habe diese heilige Stätte errichtet, die Einschlafung unserer Heiligen Mutter Gottes und  ewigen Jungfrau Maria, von Grund auf bis zur Fertigstellung, das heilige Kloster Tismana. Dann, mit Hilfe Gottes, habe ich, der Diener Gottes, Nedelcu der große Vornic, der ich beim Gläubiger Petru Vojevod bin, dem Ratgeber seiner Hochheit, der diese Stätte unbemalt sah, mit Hilfe Gottes und der Einschlafung der Mutter Gottes und des Heiligen Nicodim, sie aus ganzem Herzen  bemalt, mit allen göttlichen Gaben, den Gläubiger Petru Vojevod bittend, den Sohn des grossen Mircea Vojevod, der mich es machen ließ, was ich in den Tagen des Egumenen Kir Joan, 7073 ( 1564) Oktober 14 beendet habe, Der Herr Gheorghe war Zeuge. Es malte Dobromir aus Targoviste. 7073( 1564). ``

Der Erschaffer der Malerei zeigt die Bivalenz des Erbauens der Kirche, indem er im westlichen Teil des Naos, an der einen und der anderen Seite der Tür zwei Votivbilder malt: die beiden Vojevoden Radu I Negru Voda und Mircea der Alte, die die Makette der Kirche stützen, als Erbauer dieser, an der anderen Seite der Tür  Nedelcu Basarab, der die Makette der Kirche mit seiner Frau Anna und einem Kind stützt, als Errichter der Malerei der Kirche.

Diese Malerei des XVI-ten Jahrhunderts , im postbyzantinischen Stil des Dobromir aus Targoviste, ein sehr sensibler Maler, wurde in vegetalen Farben gemacht, der Künstler verwendete ein orientalisches Rot, das einzigartig ist und als´´das Rot von Tismana`` bekannt ist. Andererseits ist in der Polichromie von Tismana stets das Rot anzutreffen, was Leben symbolisiert.

Paul von Alep schreibt im Jahre 1657, dass er `` am Eingang des Klosters auf einem schmalem Weg rund um den Bau gegangen ist, bevor er zum ersten einsernen Tor gekommen war...dass das Kloster sehr gut aussah, es war nicht baufällig.`` Er zeigt weiterhin von der Sorge des Matei Basarab wegen Festigung und Wiederherstellung der alten Wehrmauern der Burg Tismana. Matei Voda gab dem Kloster eine Glocke, auf der man das Wappen des Landes sah, den Adler mit einem Kreuz im Schnabel, darauf eine Krone. `` Diese Glocke wurde von mir, Matei Basarab Vojevod gemacht und dem Kloster Tismana gegeben. ``

Matei Basarab blieb in Tismana versteckt, vor Angst vor dem Herrscher Leon III. , der ihn töten wollte, und die Chronik sagt dazu:`` Matei Vojevod und die anderen verschlossen sich im Kloster Tosmana und drei Tage blieben die Häscher daneben, bekamen sie aber nicht, denn nachts kamen sie heraus und zogen wieder nach Transilvanien.`` Nachdem er Herrscher wurde, half Matei Basarab, als Dank dem Kloster sehr viel

Zur Zeit des Egumenen Ioan Arhimandritul, auf Kosten des Heiligen Klosters und mit Hilfe von Matei und Stanca Glogoveanu, die das Gold und die Farben gaben, wurde die Malerei der Kirche im jahre 1732 wiederhergestellt, von einer Mannschaft, geführt von Ranite Grigorie, aber nur im Altar und im Naos. Die Maler tatane die erste Malerei ab, die Freske des Dobromir und malten die neue Freske im postbrancovenianer Stil. Im Naos, an der Seite gegen Westen wurde der Teil, der für die Erbauer des Klosters reserviert war, wieder bemalt.

Die Arbeiten wurden bis 1766 verschoben, als die Witwe Stanca Glogoveanu, auf eigene  Kosten die Beendung der Malerei der Kirche übernahm, im Pronaos und in der Vorhalle. Die Malerei, in Fresken von Dimitrie Diaconu gemacht, wurde direkt auf die Freske von Dobromir aufgetragen, diesselbe Konfiguration behaltend, diesselben Szenen an den oberen Fenstern. Im ersten Register von unten wurden die neuen Erbauer gemalt, wie es aus der Pisanie oberhalb der Tür hervorgeht:

`` Diese heilige und göttliche Kirche wurde mit Malerei geschmückt, auf Kosten der Beraterin Stanca Glogoveanu, aber die Kirche, der Altar, Eingang, Amvon zur ewigen Nennung deren und deren ganzen Verwandten. Ich, Scarlat Grigorie Ghica Vojevod , in den Tagen des Heiligen Parthenie von Ramnic- Neu Severin, der in diesem Kloster Egumen war, Gherasim Arhimandrit, Mai 30 Tage, Jahr 7274 ( 1766) und wurde bemalt von Dimitrie Diakon.``

Auch im Jahre 1766, auf Kosten des Klosters wurde das Ikonostas wiederhergestellt, aus Lindenholz mmit floralen Elementen im brancovenischen Stil, mit Gold geblasen, Egumen war in dieser Zeit Kir Gherasim. Stanca Glogoveanu stellt auch die Eingangstüren wieder her ( 1782), aus Nussholz, indem sie die alten ersetzt, die 1698 von Constantin Brancoveanu geschenkt wurden, von dem Meister Nichita hergestellt.

Der energische Arhimandrit Spiridon hat große und bedeutende Verbesserungen an der Kirche des Klosters vorgenommen, die wir auf in einem Dokument finden:`` Die Zeit macht allein alles, dann  machen die Zeiten wieder anderes, wie auch hier, viele Arbeiten wurden vollbracht: sie Stirnseite der Kirche, die Ikonen, die Kaisertüren, die Malerei mit den Heiligen , bis oberhalb der Fenster, unten der Fußboden, die Armstühle, alle Fenster waren sehr schmal, deshalb machte man breitere, von innen aus, andere neue Arbeiten wurden zur Zeit des Egumenen Spiridon gemacht , in der schönsten Zeit, die Gott gegeben hat, als Gheorghe Dimitrie Bibescu Vojevod Herrscher des Landes war, Mitropolit war Neofit, im Jahre 1844 von Christus. Alecsie Maler aus Campulung. ``

Der Hieromonach Stefan  schenkt dem Kloster ein Klopfbrett aus Bronze ( 1840), sehr wertvoll, mit dem bizefalen Adler, dem Wappen der Basaraber, darauf war geschnitzt`` Einschlafen der Mutter Gottes``, Heiliger Antonie und Heiliger Nicodim.

Die Kirche des Krankenhauses mit dem Fest Heiliger Nikolaus wurde im Jahre 1650 von Matei Basarab wieder hergestellt, heute ist es Paraklisus, mit dem Fest Heiliger Ilie.

Die Ambition des Herrschers Dimitrie Bibescu ( 1842-1848), den südlichen Teil des Klosters in einen Herrscherpalast umzuwandeln, hat zu nicht sehr glücklichen Restaurationen von fremden Arhitekten geführt: Ioan Schlachter, Olein und Scarlat Benis, zwischen 1846-1855. Diese haben den originellen, einzigartigen Teil der Architektur zerstört, dann den Eingang der Kirche und die seitlichen Zimmer abgerissen, haben die Fenster im Pronaos ausgetauscht , der Kirche einen gotischen Stil verleihend. Ein Feuer im Jahre 1861 zerstörte die Herrscherhäuser.

Im Jahre 1955, dank der Hilfe der Mitropolie Olteniens , unter Leitung des Mitropoliten Firmilian ( + 1972), Vorsteherin  des Klosters war Monahia Jerusalima Gligor, wurden große Restaurationsarbeiten am Kloster Tismana gemacht.

Im Pronaos der Kirche entdeckten die Spezialisten die beiden Schichten der überlagerten Fresken; man eröffnete eine Schulbaustelle , Leiter der Arbeiten war der Maler G. Russu, diese arbeiteten mit viel Fleiss, mit einer einzigartigen Methode für jene Zeit konnten sie die Freske aus dem XVIII. Jahrhundert , ein Fragment nach dem anderen, abheben und an die Wände des Museums und der Korridore festmachen. So konnnte man die Freske des Dobromir von Targoviste, aus dem XVIII. Jahrhundert in Wert setzen; aus der Freske aus dem XVIII. Jahrhundert rettete ma 304 Bilder, das Bild mit der Hl. Mahrama, von vier Engel gestütz ( 2 x 3,2) wurde ganz abgetrennt, aus dem Turm und auf die Wand aufgetragen. Während der Arbeiten war jedes gefundene Bild ein künstlerisches  Eveniment, die Figuren der Mutter Gottes und die der Heiligen sind duch die Feder eines sehr sensiblen Künstlers entstanden. Die Kompositionen haben eine korrekte Zeichnung , die starken chromatischen Kontraste fehlen und alles steht in einer diskreten Harmonie , mit ruhigen Tönen, mit viel Gleichgewicht.

Von besonderem künstlerischen Wert bei Dobromir ist der Sinaxar ( aus 9 Register, die die Heiligen jedes Tages des Jahres zeigen ) , er hat nicht die Monotonie der Einteilungen dder Wände in Parzellen, in Hunderte von kleinen Bildern, sondern der Maler gibt eine Frische und narative Varität, seine Kompositionen reihen sich rythmisch an isolierte Figuren  , die schmalen Kompartimenten an die breiteren, die kämpferisschen Szenen an die ruhigen.

Auch auf Initiative des Mitropoliten Firmilian wurden die Türen aus dem Jahre 1782 mit anderen, beim Kloster Plumbuita 1966gearbeitet, ausgetauscht, die die vorherigen, die sich jetzt im Museum befinden, sehr gut kopieren.

 

Tür der großen Kirche ( 1782), geschenkt von Stanca Glogoveanu

 

Im Jahre 1970 beginnt eine andere Serie von Renovierungsarbeiten am Kloster, auf Kosten der Mitropolie Olteniens, als Mitropolit war Dr. Akad. Nestor Vornicescu ( + 2000), Geschichtsforscher und Entdecker unserer rumänischen Vergangenheit; es wurden die beiden Kirchen restauriert, die Dächer aus Blei wurden ausgetauscht, die Fußböden und die Klausen erneuert.

Im Jahre 1983 wurde die Vorhalle der großen Kirche, die zerfallen war,  erneut erbaut, auf dem alte Fundament, das man erhalten hatte,  Bauleiter war Dipl.Ing. Ionel Salajean, der jetzige Bischof Ioan von Covasna und Harghita, Vorsteherin des Klosters war immer noch Monahia Jerusalima Gligor. Man suchte, dem Kloster Tismana seinen ehemaligen originellen,  authentisch rumänischen Aspekt zu geben, , als Informationsquellen nahm man die graphischen Dokumente des Ing. Y. Weiss aus dem Jahre 1731, die Beschreibungen des Diakon Paul von Alep , aus dem Jahre 1657, die Votivbilder der Erbauer, die die Kirche in Miniatur auf Händen tragen, und andere.

 

Aussicht über das ganze Kloster, Ing. Y. Weiss

 

Im Jahre 1996 wurde die Vorhalle der Kirche vom Maler Grigore I. Popescu aus Campulung, gemalt. Die Malerei ist im byzantinischen Stil, sehr schön, die wie alt aussieht und mit denselben Farbnuancen, wie bei den alten Malereien der Kirche ( XVI. Jahrhundert), mit korrekten Zeichnungen und Harmonie, die Kompositionen verbinden sich mit den einzigartigen Ikonographen.  Hier wurden zum ersten mal in unserem Land nur rumänische Heiligen gemalt , beginnend mit dem Heiligen Apostel Andrei, dem Apostel der Rumänen, dem ersten von Gott in die Dobrudscha berufenen  Apostel; mit dako-rumänischen Heiligen, die man in Niculitel, ( im IV. Jahrhundert) entdeckt hat, Heiligen die ihre heiligen Gebeine in unserem Land haben, bis zu den heiligen Rumänen, die im Jahre 1992 kanonisiert wurden: Stefan der Große, Constantin Brancoveanu mit Söhnen, Ioan Jacob von Neamt, Ghelasie von Ramet, Antim Ivireanu und andere.

Dem Heiligen Nicodim aus Tismana und Wundertäter, hat man einen größeren Platz bei der  ikonographischen Wiedergebung belassen, mit Szenen und Wunder aus seinem Leben.

 

Heiliger Nicodim –Freske in der Vorhalle ( 1996)

Omophorion und Bedernitza

Stickerei aus dem XIV. Jahrhundert

 

Der Schatz des Klosters Tismana war sehr groß, aber die Zerstörungen am Kloster im Laufe der Jahrhunderte trugen bei, diesen zu verlieren. Der Ruhm dieses Klosters , die Schatzkammer und die weiten Ländereien aus der Walachei und Transilvanien, über die Berge und Donau ( 10 Dörfer in Serbien), Gewänder aus Gold und Silber, wertvolle Steine, Kleider aus teuren Stoffen, 80 Dörfer, Weinberge, Mühle, Zoll, Teiche, Wälder mit Tisa und Esskastanien, Bibliotheken, berühmte Ateliers der Kaligraphie, sowie das Pilgern der Gläubiger zu den Gebeinen des Heiligen Nicodim machten aus dem Kloster Tismana ein sehr besuchtes religiöses Zentrum aus dem Land und aus dem Ausland.

Die Schenkungen, die man dem Kloster Tismana während der etwa fünf Jahrhunderte gemacht hat, sind sehr zahlreich und wichtig, einem so berühmten Kloster, einem Bau der Basaraber, würdig.

Die Vielzahl der Dokumente und Kirchenbücher die sich bei dem Staatsarchiv befinden ( 52 große Packete und Hefte), ist eine Bekennung der Schenkungen, die von Herrscher, Bojaren, sogar von Fremden gemacht worden sind. Man kann sagen, es gab kein Herrscher in der Walachei, der keine Schenkung dem Kloster gemacht hat, oder der den Besitz der Gaben der Vorgänger nicht bestätigt hat. Einen Teil des Schatzes des Klosters Tismana befindet sich im Kunstmuseum in Bukarest, im Nationalen Geschichtemuseum in Bukarest, im Museum Mogosoaia, im Museum der Patriarchie. Sehr wertvolle Gegenstände wurden während des ersten Weltkrieges nach Moskau zur Bewahrung gebracht.

Das Museum des Klosters , insbesondere das Museum der Wandmalerei, einzig in unserem Lande, beherbergt auch Stickereien : eine Bedernitza und ein Omophorion aus dem XIV. Jahrhundert, alte Ikonen, Kultgegenstände, alte Bücher, die Türen der Kirche, und anderes.

In der großen Kirche findet man ein silberner Sarg, der vom plastischen Künstler Gheorghe Stoica aus Bukarest im Jahre 1980 hergestellt wurde, der drei heilige Teile der Gebeine enthält: vom Heiligen Nicodim den Zeigefinger der rechten Hand und das Bleikreuz, das er am Hals trug, die vom Heiligen Ignatie Teofor und die vom Heiligen Ioan Gura de Aur. Auf dem Deckel , im Inneren, sind diese Heiligen abgebildet, am äußeren Deckel  sind Szenen aus dem Leben und die Wunder des Heiligen Nicodim dargestellt.

Die Kirche des Klosters Tismana zeigt ihr Statut als `` Kunstgegenstand`` durch all das, was es darstellt und besitzt: die Ikonostase aus dem Jahre 1766, mit den kaiserlichen Ikonen ( 1844), der Ikonostas, geschnitzt in Lindenholz, vergoldet, ausgeführt von Ghenadie dem Monach ( 1741-1742),  der Sängerchor ( Tetrapod), geschnitzt von den Mönchen im Jahre 1731 und 1735, der große Polykander aus Blei ( 1820), das Klopfbrett aus Metall in Form eines bizefalen Adlers, Wappen der Basaraber, sehr wertvoll, und anderes.

Unser großer siebenbürgische Dichter George Cosbuc hat einige Sommer im Tal der Tismana verbracht; hier überstetzte er die ``Divina Comedia`` von Dante, die Natur von Tismana und das klösterliche Leben inspirierte ihn bei der Übersetzung von Dantes Werk. Im Jahre 1915 war Cosbuc sehr leidend unter dem Tod seines Sohnes Alexandru, bei einem Autounfall im Dorf Tamasesti, deshalb zog er sich zur Ruhe und Gebet wegen des Verstorbenen in diese Kuturstätte, die das Kloster Tismana darstellt, zurück, hier fand er Trost und moralischen Beistand.

Der Dichter George Cosbucsschenkte dem Kloster Tismana im Jahre 1916  zwei Vitralien , die sehr schön sind, in Gedenken an seinen Sohn Alexandru, und Gh. Sfetea  schenkte ein anderes Vitralium für seine Mutter Maria, das sich im Paraklisum des Klosters befindet.

Das Kloster Tismana, eine alte monahale Stätte, von großer strategischer Bedeutung in der Geschichte unseres Volkes, war der Ort der Organisation des Kampfes für das Einsetzen des `` Gesetzes der Gerechtigkeit`` in der Walachei- die Revolution aus dem Jahre 1821, angeführt von Tudor Vladimirescu. Von hier sandte er seine bekannte Proklamation von Pades, am 22. Januar, duch die er das Ende der Knechtschaft und das Aufhören der Stehlereien und Ungerechtigkeiten gegen das Volk verlangte, das Ausweisen der  griechischen Fanarioten aus dem Land und dessen Besetzung von hiesigen Herrschern.

Das Kloster Tismana wurde in eine Klostergemeinschaft der Nonnen verwandelt, beginnend mit dem Jahre 1949, Nonnen die ein gemeinsames leben führen, zwischen Arbeit und Beten. Die Messen werden nach dem traditionalen Typik der Kirche gehalten

Die Heilige Lithurgie jeden Tag, am Abend die Abendandacht, die Mitternachtsmesse und die Uthrenie an Mitternacht, die Messen des Heiligen Öles werden Freitag gehalten. Die Gesänge sind nach psaltischer Musik, wie das monachale Typik.

Zur Zeit sind 60 Bewohner im Kloster, davon leben sechs in den kleinen Klöstern, dazu gehörend. Vorsteherin seit über 40 Jahren ist die Stavrofora Jerusalima Gligor, zu deren Zeit kannte das Kloster Tismana viele und bedeutende Erneuerungen.

Auf dem Berg vor dem Kloster , der Cioclovina heißt ( bedeutet in türkischer Sprache: cioc=viel und lovin=Wildbrett), in einer sehr schönen , unterkarpatischen Landschaft, befinden sich diese zwei kleinen Klöster:  das obere und das untere Cioclovina. Fünf km durch den Wald, auf herrlichen Pfaden kommt man zum ersten Kloster, das untere, das man  schon 1660 urkundlich erwähnte. Die heutige Kirche wurde 1715 wiederaufgebaut von zwei Egumenen aus Tismana -Nicodim und Atanasie-, denen Stanca Glogoveanu materiell geholfen hat, wie es aus der Pisanie hervorgeht. Das kleine Kloster mit dem Fest’’Heilige Vojevoden`` wurde von Seiten der Herrscher Brancoveanu und Radu Stirbei beschenkt. Noch einmal drei km nach oben, durch den Buchenwald, den mit essbaren Kastanien und den Tannen, kommt man zum oberen Kloster Cioclovina, mit dem Fest `` Änderung am Gesicht`` ; unsere Mühe wird belohnt mit einer herrlichen Landschaft und dem Bau. Direkt auf Felsen gebaut, am Gipfel des Berges, befindet sich seit 1714 die Kirche , von demselben Egumen Nicodim gebaut, dem Patru Obedeanu geholfen hat. Die obere Kirche wurde mit Fresken im byzantinischen Stil von dem Maler Grigore I Popescu aus Campulung, im Jahre 1998 bemalt.

Das Kloster Tismana war und bleibt  die älteste Kulturstätte, ein rießiges Museum der Vergangenheit, ein Sanktuar der großen menschlichen Unruhen der Gegenwart und ein offenes Fenster des Strebens in die Zukunft. 

 

Die Ikone der Mutter Gottes

        Maler Iosif Keber

 

 

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